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Use Case CIP-Prozess-Analyse (Cleaning in Process)

Aktualisiert: 24. Mai 2022

Mehr Transparenz im Reinigungsprozess (CIP) in der Getränke-Abfüllindustrie mittels Digitalisierung und Datenanalyse




Der CIP-Prozess in der Getränkeabfüllindustrie sorgt maßgeblich für die Qualität eines abgefüllten Produktes. Läuft der Reinigungsprozess fehlerhaft, kann das darauffolgende abzufüllende Getränk nicht den Standard hinsichtlich Geschmack und Reinheit halten. Für Unternehmen hat dies unter Umständen einen erheblichen Imageschaden zur Folge. Anhand des Use Cases CIP-Prozessanalyse wird gezeigt, wie die Anwendung Fehler im CIP-Prozess sichtbar macht, und wie man CIP-Benchmarks analysiert und überwacht.


Ausgangssituation

Getränkehersteller mit geschmacksintensiven Produktportfolios, legen bei Wechsel des Produktes besonderes Augenmerk auf den CIP-Prozess. Um eine hohe Qualität beizubehalten, dürfen keine Geschmacks- oder Zuckerrückstände nach dem CIP-Prozess vorhanden sein. Daher muss der Vorgang immer die definierten Reinigungsanforderungen erfüllen. Eine Wechsel-Matrix gibt vor, welches Reinigungsprogramm bei Umstellung auf ein anderes abzufüllendes Produkt folgt. Aufgrund von Produktionsvorgaben kommt es vor, dass Reinigungsprozesse manuell verkürzt werden, um die angesetzte Produktionszeit einzuhalten. Weitere Gründe sind die Nichteinhaltung der Temperatur-Vorgaben, oder Zugaben wie Reinigungsmittel, die in der vorgegebenen Menge abweichen.


Was wurde gemacht

Die CIP-Matrix des Kunden mit den einzelnen Reinigungsprogrammen bildet die Grundlage. Alle Reinigungsschritte (Benchmarks) jedes CIP-Programms mit den vorgelagerten Schritten wie, Vorbereitung für heißes Wasser, Lauge u. v. m. werden in einer Konfigurationstabelle abgelegt. Aus den Werten bildet die Anwendung bereinigte Normwerte, die über einen festgelegten Zeitraum analysiert werden. Die Einhaltung der Schrittreihenfolge, die Zeitabstände und die Prozessvariablen im CIP sind hier maßgeblich.

Für jeden CIP-Vorgang wird ein Protokoll erstellt, das sämtliche Schritte des Reinigungsprozesses aufzeichnet und bei zu hoher Abweichung der Benchmarks Warnhinweise gibt.


Ergebnisse

Die Datenanalyse erfolgt beim Kunden, jeder CIP-Vorgang wird aufgezeichnet und ist abrufbar. Die Analyse gibt bereits während der Produktion Aufschluss über eventuelle Fehler bei der CIP-Prozessausführung. Schnelles Eingreifen ist möglich, da Qualitätseinschränkungen bei Produkten frühzeitig erkannt werden und mangelhafte Produkte nicht in den Handel gelangen. Dies ist eine ständige, automatische Überwachung der Qualität und damit sinnvolle Ergänzung zur stichprobenartigen Untersuchung im Labor.

  • Erfassung aller Benchmarks der CIP-Prozesse

  • Protokollierung aller CIP-Vorgänge

  • Warnhinweise bei Abweichungen während des Reinigungsprozesses

Die Analyse des CIP-Prozesses der Firma Quantis als automatische Qualitätskontrolle während der Produktion, ermöglicht eine stetige Verbesserung der Produktionsprozesse.


Bild von Ulrike Sedlaczek


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